Ein Kapitel für sich: Die Steuern

Insbesondere für Existenzgründerinnen und Existenzgründer, die sich vorher nicht mit dieser Materie vertraut gemacht haben, ist das Thema „Steuern“ ein Buch mit sieben Siegeln. Steueranmeldung und auch die Abwicklung sind aber im Normalfall eine Frage der Routine. Andererseits – wofür gibt es Steuerberater/innen? Auf ihren Expertenrat werden Sie als Unternehmerin oder Unternehmer gelegentlich zurückgreifen müssen, da Sie kaum – u. a. aufgrund von ständigen Änderungen im Steuerrecht ständig auf aktuellem Informationsstand sind.
Dennoch gilt: Das Thema „Steuern“ sollte nicht „irgendwann mal später“ geregelt werden, sondern Sie sollten es von Anfang im Blick haben, um später Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden.
Die Weichen für die spätere Besteuerung stellen Sie mit der Wahl der Rechtsform Ihres Unternehmens, den Formalitäten bei der Umsatzsteuer sowie ggf. bei der Gestaltung von Eigentumsverhältnissen. Sprechen Sie daher unbedingt im Rahmen der Planung Ihrer Selbstständigkeit mit einem Steuerberater.

Sind Sie freiberuflich tätig, melden Sie sich beim Finanzamt und erhalten eine Steuernummer. Sind Sie gewerblich tätig, erhält das Finanzamt Ihrer Gemeinde eine Durchschrift Ihrer Gewerbeanmeldung.
Sie erhalten daraufhin vom Finanzamt einen Betriebserfassungsbogen.
In beiden Fällen erhalten Sie nach Meldung automatisch eine Steuernummer.

Welche Steuern sind für Unternehmerinnen und Unternehmer relevant? Es gibt eine ganze Reihe von Steuerarten. Die wichtigsten Steuerarten sind die Mehrwertsteuer, die Einkommens- und Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer. Wenn Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, müssen Sie darüber hinaus Lohnsteuer und ggf. Kirchensteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen.

In der Regel werden Sie als junges Unternehmen am Anfang keine oder nur geringe Steuern zahlen müssen, weil die Finanzverwaltung Ihnen in der Startphase die hohen finanziellen Belastungen anrechnet. Spätestens jedoch dann, wenn Ihr Unternehmen angelaufen ist, kann das Finanzamt ab dem dritten Jahr seine Steuerforderungen erhöhen. Damit Sie nicht in finanzielle Schwierigkeiten für etwaige Nachzahlungen kommen, sollten Sie sich vorbereiten und entsprechende Rücklagen bilden.

Einen Steuerkalender, der die wichtigsten Termine beinhaltet, finden Sie hier.

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